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Privat

WMDEDGT 03/2016

Huch, schon wieder ein Monat um und ich habe es nicht geschafft, wie eigentlich vorgenommen, ein bisschen mehr zu bloggen. Ausreden sollte es eigentlich nicht geben, aber irgendwie ist der Mutterschutz noch gar nicht so entspannt, wie eigentlich gedacht.

8.30 Uhr

Aufstehen. Nicht weil ich muss, sondern weil das Kind so kickt, dass ich keine Ahnung mehr habe, wie ich noch liegen soll. Der Mann schläft noch weiter. Hat er sich auch verdient. Ich genieße es in Ruhe zu Duschen und noch eine Stunde nur für mich rum zu sitzen, eine Tasse Tee zu trinken und ein bisschen zu lesen. Obwohl das Wetter nicht der Wahnsinn ist, fühlt es sich doch schon recht frühlingshaft an, denn es ist vollständig hell draußen. Jippieh!

 

10.30 Uhr

Frühstück. Der Mann hat sich aus den Federn geschält und sitzt frisch geduscht mir gegenüber. Frühstück ist unsere Lieblingsmahlzeit. Rührei, Marmeladen, Käse, selten Wurst, dazu Orangensaft, Kaffee, Tee und heute ein paar Trauben. Während des Frühstücks sitzen wir beisammen und besprechen, was wir heute alles einkaufen müssen. Wochenends versuchen wir uns mindestens einen Abend als Date-night raus zu nehmen. Mal sehen, wie das wird, wenn das Kind da ist. Da wir gestern schon beim Italiener waren und heute Abend der FC Bayern gegen Borussia Dortmund spielt, müssen wir heute zuhause bleiben. Also überlege ich schnell noch, was wir heute und morgen zuabend essen können, schreibe ein Einkaufsliste und los geht es.

12 Uhr

Zurück vom Einkauf. Der Mann ist schon wieder müde und möchte noch ein kleines Nickerchen machen, bevor er sich wieder an den Schreibtisch setzt. Ich ahne schon wie das endet. Ich selbst werde mich meinen Dachgarten-Pflanzen widmen. Die spüren den Frühling auch und brauchen jetzt ein bisschen Zuneigung. Beschneiden, düngen und nächste Woche noch frische Erde überall drauf häufeln.

15 Uhr

Ich wecke dann mal den Mann. Wie zu erwarten, hat das Nickerchen ein bisschen länger gedauert. Ich habe wie jedes Wochenende einen Kuchen gebacken. Milchreis-Apfel-kuchen. Davon gibt es ein Stück mit Kaffee bzw Wasser für mich.Danach zieht sich der Herr tatsächlich an den Schreibtisch zurück. Ich habe noch eine Verabredung mit Freunden und ihren Hunden zum Spaziergang.

16.30 Uhr

Hundeauslaufgebiet Blankenfelde. Das Wetter ist nass-kalt und der Wind unangenehm. Trotzdem tut es gut den Hunden beim Spielen zuzusehen und ein bisschen in Bewegung zu kommen. Wer rastet der rostet und das merke ich jetzt im 9.Monat ganz besonders. Wenn ich den ganzen Tag nur auf dem Sofa sitze tut mir am Ende des Tages mehr denn je der untere Rücken und das Becken weh. Laufen geht noch sehr gut und auch wenn ich etwas kurzatmig bin, hilft die frische Luft. Da ich selbst mit Hund großgeworden bin, fehlt mir das schon sehr. Aber für die Stadt würde ich mir jetzt keinen Hund anschaffen wollen. Also genieße ich einfach die Zeit mit den Hunden anderer Leute 😉

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Er liebt Wasser! Aber keine will mit ihm Baden gehen, warum bloß ?

18.30 Uhr

Zurück in Kreuzberg. Das Top-Fußballspiel hat bereits begonnen. Der Mann sitzt mit Schal und Shirt ausgestattet vor dem Fernseher. Ich werde nur kurz begrüßt und kaum wahrgenommen. Aber Hunger hätte er… joar, ich auch.
Lege ich also los mit Kochen. Heute Abend Coq au vin. Aber die simple Version mit Hühnerbrust anstatt Schenkelchen und Flügelchen. Das geht schneller.

 

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Coq au vin mit Semmelknödeln

19.30 Uhr

Abendessen, im Fernsehen läuft immer noch Fußball. Mann springt ständig auf und hält die Luft an. Na, ob das gesund ist? Nach dem Essen bin ich plötzlich so müde, dass ich auf dem Sofa versacke und einschlafe. Der Herr darf die Küche aufräumen. Der Gute. Eigentlich wollten wir noch einen Film gucken. Aber irgendwie habe ich mehr die Augen zu als die Augen auf, wird wohl nichts mehr. Ich wandere ins Bett. es ist 21 Uhr…  an einem Samstagabend und ich liege im Bett… ich werde alt. Der Mann und ich Schnacken noch ein bisschen. Natürlich drehen sich im Moment viele unserer  Unterhaltungen um das Thema Kind. Aber das ist auch gut so. Mir fällt ein, dass ich mich noch einmal mit der Hebamme treffen wollte. Dann bin ich schon wieder kurz vorm Einschlafen. Es ist jetzt 22.30 Uhr. Ok, da kann man schon mal ins Bett gehen. Gute Nacht!

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